Menschen auf der Flucht
Vor 2000 Jahren flohen Maria und Josef mit ihrem Sohn Jesus vor Herodes nach Ägypten. Die Geschichte ist so alt wie aktuell. Heute sind viele Familien auf der Flucht, wegen Krieg, Hunger, Militärdiktatur, Intoleranz und Armut. Nach der Weltflüchtlingsstatistik 2007, die das UNHCR dieses Jahr veröffentlicht hat, gibt es weltweit 16 Millionen Flüchtlinge und 26 Millionen Binnenvertriebene.
Erstmals seit 2001 hat ihre Zahl wieder zugenommen. Grund dafür: der Irak-Krieg und seine Folgen. Im Irak herrscht immer noch ein Ausnahmezustand: Straßensperren, festungsartig eingemauerte Häuser, verdunkelte Fenster, von Milizen kontrollierte Viertel. Die jungen Eliten lernen zwar Fremdsprachen, aber nur, um das Land möglichst schnell zu verlassen und von bereits geflohenen Familienmitgliedern aufgenommen zu werden, schreibt der Regisseur Paul Flieder in der ZEIT. Das Land liegt am Boden – und die Frage ist, wie es wieder aufstehen kann. Denn Iraker bekämpfen Iraker. So erleiden etwa die chaldäischen Christen, die arabischen Christen, die als älteste Nachfahren der Ur-Christen gelten, seit 2003 Gewalt und Terror; sie stellen mehr als 40 Prozent der irakischen Flüchtlinge in Syrien und Jordanien. Auch wenn das Jahr eines der taumelnden Börsen war, sollten die Menschen, die weitaus größere Probleme als fallende Aktienkurse haben, nicht vergessen werden. Die Kapitalmasse bewegt sich unsichtbar über den Globus, die Menschen dagegen sind sichtbar. Daher kommt hier ein chaldäisches Weihnachtslied für alle Menschen, die nicht in ihrer Heimat sein können. Bis zum nächsten Jahr mit hoffentlich mehr Frieden in den Welten dieser Welt auf THE INTERNATIONAL! Die admins
