NGO activists at odds in Copenhagen

Dezember 17th, 2009

Pirates, anticapitalists, farmers, students … – Climate activists come from all parts of society and play an important role in Copenhagen these days. They are the conscience of the negotiating delegates, the critical mass from the streets, powerful lobbyists with many innovative ideas – and they are mostly young. Last weekend tens of thousands of demonstrators marched on the streets of Copenhagen to urge negotiators at COP15 to agree a strong treaty against global warming. The action was part of a worldwide “Day of Action“ and the world’s largest ever climate-change demonstration. The presence of activists relates to an increasing influence of climate-NGOs from all over the world. Obviously activism is as global as the problem of climate change itself.


Similar to the negotiators NGOs from the western world are often at odds with their colleagues from the developing countries about the implementation of climate protection. For instance some networks from developing countries harshly critizise the emission trading scheme itself as well as western environmentalists who rather demand stricter rules within the existing framework. Also NGOs do not always agree on wether they should protest on the street by launching campaigns or rather try to participate in the negotiation process. Continue reading

Wir müssen draußen bleiben

September 7th, 2009
Budapest Pride unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Foto: Robert Katona

Budapest Pride unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Foto: Róbert Katona

Am Ende des Regenbogens ist es dunkel. Ein paar Hundert Menschen stehen dort vor einer mannshohen Absperrung aus Stahl. Hinter dem Zaun, der sich über die gesamte Breite der großen Ringstraße der ungarischen Hauptstadt spannt, hat sich eine Kette von Polizisten in Schutzkleidung aufgereiht. Weit mehr als ein Steinwurf liegt zwischen dem großen Banner in den Regenbogenfarben, das die Teilnehmer der Budapester Schwulenparade – der Budapest Pride – auf ihrem Zug über die Budapester Prachtmeile Andrássy út aufgespannt haben, und den Gegendemonstranten. Sie haben schwarze Kapuzenpullis an, tragen oft Abzeichen, die Großungarn in seinen alten Grenzen vor dem Ersten Weltkrieg zeigt. Die meisten von ihnen sind dem rechtsradikalen Spektrum zuzuordnen.

Hier vor dem kleinen eisernen Vorhang sind sie es, die den Widerstand gegen die Schwulenparade organisieren. „Ich bin hier weil wir ständig in unseren Rechten beschnitten werden, wenn wir mal einen nationalen Gedenkmarsch organisieren möchten“, sagt ein Demonstrant in der ersten Reihe. „Diese Leute hier werden dagegen vom Staat geschützt, und wir zahlen mit unseren Steuern dafür. Für ein paar hundert Schwule braucht man so einen Aufwand nicht, kein Bedarf! Sie sollen woanders hingehen und uns in Ruhe lassen.“ Die letzten Worte gehen in den plötzlich lauter werdenden Parolen unter. „Macskos buzik – Dreckige Schwuchteln“, skandieren die Demonstranten lautstark, als ein paar hundert Meter die ersten Teilnehmer der Parade vorbeiziehen. Schimpfworte fliegen in Richtung der Teilnehmer der Schwulenparade. Die Techno-Musik, die von einem Lastwagen kommt, wird vom Gebrüll der Männer und Frauen, die ihrem Hass Ausdruck verleihen, locker übertönt. Continue reading

Der neue Captain Berlin

August 18th, 2009
bln_olympiastadion_tartan

Hier laufen Helden rüber. Tartanbahn des Berliner Olympiastadions. Foto: Verleihnix /flickr

Usain Bolt ist der schnellste Mensch der Welt. Die wichtigste Zeitmarke der Leichtathletik steht jetzt bei 9,58 Sekunden – Bolt hat sich noch an der Finish Line selbst davon überzeugt. Er ist der neue Held von Berlin, wie die slowenische Tageszeitung Dnevnik schreibt: „Bereits jetzt ist klar, dass Berlin nach den Olympischen Spielen im Jahr 1936, als Jesse Owens vier Goldmedaillen gewann, einen neuen Helden hat. Der Unterschied ist, Bolt können alle offen applaudieren, und er wird nicht 48 Jahre warten müssen, dass eine Straße in der Nähe des schönen Olympiastadions nach ihm benannt wird.”

Nicht nur Berlin, jede Stadt braucht ihre Helden, und fast immer sind es herausragende Sportler, die mit ihren Leistungen bei großen Ereignissen diesen Status erreichen. Leichtathlet Carl Lewis war 1984 mit vier Goldmedaillen der Held von Los Angeles, der Fußballer Ronaldo der Held von Yokohama als er zwei Tore im WM-Finale erzielte und Schwimmer Michael Phelps konnte nach seiner achten Goldmedaille in Beijing als Rekord-Olympionik einfach nur noch Held sein – es blieb ihm nichts mehr anderes übrig.

Im Gegensatz zu Jesse Owen könnte der jamaikanischen Sprinter Bolt gar zum neuen Captain Berlin mutieren, eine Kunstfigur, die der Kunstfilm-Regisseur Jörg Buttgereit vor 27 Jahren erschuf. Captain Berlin – der einzig wahre Superheld von Berlin – muss die Welt retten, die der böse Mister Synth gerade erobern will. Um den Superhelden aus der Reserve zu locken, hat der Super-Schurke die hübsche Priscilla entführt, die der Held heimlich liebt. Showdown ist auf dem Dach des Berliner ICC, dem Internationalen Congress Centrum – nicht weit entfernt vom Olympiastadion. Continue reading

„Mother always told me…“

Juni 26th, 2009

Alle lieben Michael. Einen Tag nach Jacksons überraschenden Tod, sind sämtliche Skandale, Misserfolge und der Niedergang des „King of Pop“ erstmal vergessen. Nach einhelliger Meinung von Presse und Blogosphäre ist MJ ab jetzt und für alle Ewigkeit Legende. Und dazu gehört eben auch ein früher Tod, im Alter von 50 Jahren. Nie zuvor hat der Tod eines Künstlers so viel mediale Aufmerksamkeit erzeugt. Hier ein paar Auszüge:

mic_teliko82

Wieder verliert das Mikro einen Großen seiner Zunft! Foto: teliko82/flickr

Der Komponist, Musiker und Produzent Martin Staniszewski bezeichnet in der polnischen Tageszeitung Dziennik den Künstler als unsterblich: “Es besteht kein Zweifel, dass die Welt einen Menschen verloren hat, der neben den Beatles und [Elvis] Presley den größten Einfluss auf die gegenwärtige Unterhaltungsmusik ausgeübt hat. Auf Michael Jackson beziehen sich Künstler aus fast allen Musikgattungen. … Ich weiß nicht, ob ich mich nach Michael Jackson sehnen werde. Ich weiß aber genau, dass er wie Elvis nicht sterben wird.”

Die niederländische Boulevardzeitschrift De Telegraaf spricht vom Ende einer Ära. „Trotz aller Skandale ist Michael Jackson zum Symbol einer Generation geworden. Jackson hat die Popmusik erneuert. In seinem frühen Tod liegt Ironie des Schicksals: Gerade der Sänger, der so dem Jugendwahn anhing, stirbt jung.“

„Für seine Legionen von Fans war er der Peter Pan der Popmusik: der kleine Junge, der nicht erwachsen werden wollte“, sinniert die New York Times. „Aber am Rande eines weiteren Comeback-Versuchs ist er auf einmal verschwunden, diesmal für immer. … Mr. Jackson war seit dem ersten Hit der Jackson 5 „I want you back“ im Jahr 1969 ein Objekt der Faszination für die Medien. Sein Bild in der Öffentlichkeit schwebte zwischen einem musikalischen Naivling, der eigentlich nur seine Jugend zurückhaben wollte … und einem berechnenden Mogul, der seine Person sorgfältig um sein oft rätselhaftes öffentliches Verhalten herum konstruierte.“ Continue reading

Mein Freund und der Papst

März 18th, 2009
Das Kreuz, das über uns schwebt. Foto: flickr/Andre Fischer

Das Kreuz, das über uns schwebt. Hier eines in S. Apollinaire in Classe. Foto: flickr/Andre Fischer

Manchmal frage ich mich, ob mein Freund mich liebt oder den Papst. Oder meine Schwester. Denn der Papst hat ihr einmal die Hand geschüttelt, im Vatikan, bei einer Jugendmesse, bei der meine Schwester in einem mittelmäßigen Jugendorchester Geige spielte, am Rand saß, ja, es ist manchmal gut, am Rand zu sitzen, man sitzt dann sehr nah an einer Seite, und sie hatte das Glück, dass der Papst die am äußeren Rand Sitzenden per Handschlag begrüßte. Oder verabschiedete. Denn wiedergesehen haben sie sich ja nicht mehr in diesem Leben.

Schade eigentlich. Vielleicht hätte sich meine Schwester dann in den Papst verliebt. Denn allein die Papsthand hat schon großen Eindruck auf sie gemacht. Sie war sehr weich, so weich, sagte meine Schwester damals, dass sie diese Weichheit ihr ganzes Leben lang nicht vergessen würde. Als ich meinem Freund davon erzählte, wollte er unbedingt meine Schwester kennen lernen. Ok, sagte ich, auf der Taufe unserer Kinder. Da war er erstmal ruhig und fand auch meine Hand schön weich.

Mein Freund ist nämlich so katholisch, dass er keine Kondome benutzt. Continue reading

Die uninternationale Berlinale

Februar 6th, 2009

Das ist der Trailer, für den Film, den Tom Tykwer für uns gedreht hat!
Ja, es ist wahr: Der Eröffnungsfilm der Berlinale heißt exakt so wie unser Blog. Als ob wir es gewusst hätten! The International, ein Hollywood-Thriller über den Finanzmarkt mit deutschem Regisseur (Tom Tykwer) und US-Aufgebot Clive Owen und Naomi Watts, aber auch deutschen Schauspielern wie Armin Mueller-Stahl und Axel Milberg, kommt natürlich  genau zur richtigen Zeit, während alle eigentlich schon alles über die Finanzkrise wissen – und trotzdem in Schockstarre verhaaren. So eine Art filmische Ruhe vor dem Sturm, die dieser Film jetzt auflöst: … und Action! Vielleicht war deshalb die Atmosphäre des Abends, wie Kulturzeit-Moderatorin Tina Mendelsohn bemerkte, irgendwo zwischen “Wuppertal und L.A.”, weder glamourös, noch provinziell, sondern abwartend. Milberg streckte seine lila Socken in die Kamera und begrüßte sich klatschend selbst, der deutsche Kulturminister Bernd Neumann rief die amerikanische Filmindustrie dazu auf, ihr Geld in Berlin und Deutschland zu lassen. Das sollte wohl selbstironisch sein, wirkte aber nur platt und billig. Jetzt will wahrscheinlich keiner mehr kommen, Danke, Bernd. Berlinale-Chef Dieter Kosslick wies darauf hin, dass letztes Jahr noch George Clooney dabei gewesen war – dieses Jahr hätte man den roten Teppich daher etwas kürzer ausfallen lassen können. Und auch die Übersetzer hätten sie sich dieses Jahr sparen müssen/können, so dass er und die schlaue Moderatorin Katrin Bauerfeind flott zwischen Deutsch und Englisch hin- und herpendelten. Das wirkte locker und polyglott und hätte kein schlechter internationaler Start in das dieses Jahr sehr politische Festival sein können (Filme über philippinische Kindermädchen, das Londoner U-Bahn-Attentat, illegale Einwanderer in Griechenland). Doch leider haben wir, das wahre The-International-Team, keine Karten mehr bekommen. So dass die Berlinale-Eröffnung nun ein kleines bisschen uninternationaler ausgefallen ist. Tom, du kannst es natürlich wieder gut machen, indem du unseren Blog verlinkst! Nikola Richter

Gefährlicher Starkult

Januar 19th, 2009

Fekete Pákó

Der nigerianische Sänger Lapite Oludayo hat geschafft, wovon viele Menschen seines Landes, seines Kontinents träumen. Der knapp 40-jährige Kongaspieler ist nicht nur eingedrungen in die Festung Europa, er hat in seiner neuen Wahlheimat Ungarn sogar Ruhm erlangt und viel Geld verdient. 1994 begann der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Oludayo mit einem Stipendium Rechtswissenschaften an einer renommierten Budapester Hochschule zu studieren. Nach drei Jahren brach er sein Studium ab und entschied sich endgültig für eine Musikerlaufbahn, die ihn letztlich in die ungarische Öffentlichkeit brachte und zum „Celeb“ machte, zum Star. Lapite war fortan: Fekete Pákó, der „schwarze Pákó“. Schnell haben die Medien begriffen, dass die öffentlichen Auftritte des Nigerianers eine starke Aufmerksamkeit erzeugten. Einerseits brachte dem ungarischen Ethno-Celeb seine Herkunft in Verbindung mit einem bei der Bevölkerung für außerordentlich komisch gehaltenen umlautfreien Akzent Einladungen zu Talk- und Spielshows sowie zu Boulevardsendungen ein. Anderseits feilte Fekete Pákó (oder waren es seine „Medienberater“) an einem Image des frauenliebenden Supermachos, der sich auch mal als „Schwanz der Nation“ darstellte oder im Videoclip ungarische Schlager zwischen halbnackten Teenagern sang.

Kaum verwunderlich, dass sich die Aufzeichnungen seiner TV-Auftritte (auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen) schnell auf ungarischen Internetseiten und natürlich bei YouTube verbreiteten und häufig angeklickt wurden. Die vielen Reaktionen, die die Online-Auftritte des „schwarzen Pákó“ auslösten, gehen jedoch über die Kritik an dessen öffentlicher Selbstdarstellung und schlagkräftiger „Anti-Intellektualität“, die man sicherlich zweifelhaft finden kann, weit hinaus. „Eklig, dieses primitive Tier. Soll er doch zurück nach Afrika abhauen. Wie kann man diesen stinkenden Nigger nur mögen?“, schreit ein User auf. Auch in den Kommentaren eines weiteren Videos, das auf eine Sendung des Privatsenders RTL Klub zurückgeht und in dem Pákó zahlreiche ungarische (nicht jugendfreie) Flüche ausstößt, ist dieser wüsteten Beschimpfungen ausgesetzt. Eine Menge rassistisch konnotierten Spott hagelt es auch als Reaktion auf einen weiteren Beitrag des Senders, in dem Pákó in einem Interview wiederholt vom Reporter hereingelegt wird, in dem er die fehlende Sprachkompetenz des Nigerianers ausnutzt. Auf Englisch fragt schließlich eine Userin, wem diese Person eigentlich verkauft werden soll, und schließt: „The commercial media and its consumers in Hungary are simply fucked up in mind.”

Dabei sind die Reaktionen auf den „schwarzen Pákó“ nur ein weiterer Indikator für rassistische Tendenzen in einer gespaltenen ungarischen Gesellschaft, die sich laut dem Budapester Schriftsteller György Dalos in einem kalten Bürgerkrieg befindet. Anhand von Ibolya Oláh, die vor fünf Jahren durch den Gewinn der Casting-Show Megastars berühmt wurde, zeigt der Autor in seinem Essay in der deutschen Wochenzeitschrift Freitag am 15. Januar 2009 national-rassistische Strömungen auf, die sich in Aggressionen gegenüber Minderheiten manifestieren. Die in Ungarn geborene akzentfrei sprechende Roma nahm an einer Exkursion der Reality-Show „Die Stars sind auf den Kopf gefallen“ in Südafrika teil, über die das ungarische Online-Nachrichtenportal Index intensiv berichtete. Dabei wurde sie – ähnlich wie der Nigerianer Oludayo – Zielscheibe für anonymisierten Hass im Internet.

Was bedeutet das für das World Wide Web? In den unmoderierten Foren und Kommentarspalten einschlägiger Internetseiten entwickeln auf zunehmend unkontrollierte Art und Weise „rechtsfreie“ Räume, in denen sich anonymisierte Menschen zu sagen trauen, was sie sonst nicht, oder zumindest nicht in dieser Vehemenz geäußert hätten. Betreiber großer Seiten, wie YouTube haben es scheinbar schon aufgegeben die Inhalte, die auf ihren Seiten auftauchen zu überprüfen. Mehr als Stichproben sind wohl nicht drin beim größten aller Web 2.0 – Produkte. Und was bedeuten diese Entwicklungen für die ungarische Gesellschaft? Dalos hat den Eindruck, er erlebe einen „Klassenkampf der loser und der celebs, der Namenlosen und der Namhaften“, eine Low Society. Für die Exhibitionisten Oludayo und Oláh und ihre anonymen Gegner trifft dies wohl auch zu. Andererseits gibt die negative Betonung der Minderheitenzugörigkeit des „schwarzen Pákó“ und der „Zigeunerin Ibolya“ den Blick frei auf einen realen gesellschaftlichen Abgrund, in dem rassistische und antisemitische Äußerungen zur Normalität werden – und ohne Konsequenzen bleiben. In den Vereinigten Staaten wird mit Barack Obama in dieser Woche der erste afroamerikanische Präsident vereidigt – ein Quantensprung. Wo steht Ungarn heute auf dem Weg in eine multiethnische Gesellschaft, wenn der einzige bekannte Schwarze des Landes zum Gespött der Medien und seiner Konsumenten wird?

Im vergangenen Jahr wurde Lapite Oludayo von einem rechtsradikalen Radiosender zum Interview gebeten. Laut eigener Aussage fürchtete er um sein Leben, als er bemerkte mit wem er es zu tun hatte. Deshalb sei er den Aufforderungen, den Hitlergruß zu machen und „Sieg Heil“ zu rufen nachgekommen. Das im Internet veröffentlichte entsprechende Video kostete ihn beinahe seine Teilnahme an der ungarischen Variante der Show „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ (Celeb vagyok, mentsd ki innen). Fast hätte er sich selbst herausgeholt – vielleicht wäre es so besser gewesen. Andreas Bock

Bailamos Cumbia de Obama!

November 5th, 2008

Salsa in the Club Social

Oktober 22nd, 2008

Looking for traces of Latin-Americans in Lebanon is like looking for a needle in a haystack. There are virtually none, even though there is a large Lebanese community in Latin America. Admittedly, Latin America is far away from Lebanon. But we are living in the era of globalization. Should there not be at least some small evidence of them?

Noemi del Valle Made de Aoun came to Lebanon in 1997. Her name resembles a phrase more than a name. Aoun is her husband’s name and Made the name of her grandfather, who migrated from Lebanon to Argentina in 1910. Noemi’s father spoke no Arabic, but the family stayed in touch with their Lebanese relatives until 1975. When the situation seemed calm, her and her brother came to visit the until then unknown family. This is when she met her husband George and decided to stay. “The first year was very difficult. It was hard for me to get used to my new environment. My family in Argentina didn’t like my decision at all. They all said: ‘Visiting is ok, but why do you have to live there?’ They said I was crazy.”

Latin American traces in Beirut are rare and disperse. There is a salsa night every Wednesday in Club Social, Gemeizah, and the Brazilian martial arts dance Capoeira seems to be gaining popularity. The Brazilian Embassy organized a Capoeira Festival in Zouk Mikhael in August and another one is scheduled for October by a the Capoeira Sobreviventes school. The American University of Beirut has a Latino Dance Club. Some restaurants specialize in Latin American food, like several Argentinian steak houses, Mexican restaurants and others.

Noemi is trying to preserve her Argentinian roots, cooking milanesa, humitas and tucumanas, the empanadas from her home province. And she still loves beef, even though her Lebanese husband is not a big fan of it. She speaks Spanish with her three children, although she is fluent in colloquial Arabic by now. “I had no choice, I speak no English or French, and I like to talk, so I had to learn Arabic.” Her daughter Nur would like to learn Tango, but the only school is very far away and too expensive.

Statistics on the number of Latin Americans in Lebanon are very unreliable. There are no official figures, not even from the embassies, only estimations. Michael Francis Gepp, the Consul General of Brazil in Lebanon, says there are about 8 Million Lebanese living in Brazil. The current Brazilian minister of education, Fernando Haddad, is of Lebanese-druse origin. Michael Gepp estimates, that between four and five thousand Brazilians are currently living in Lebanon. They are concentrated mainly in the Bekaa valley and many of them have Lebanese roots. They are children or grandchildren of Lebanese who migrated to America in the late 19th or early 20th century. Some of these ‘Brazilians’ have never been to Brasil, as Mr Gepp remarks. “When we evacuated the Brazilians registered at the embassy in 2006 and sent them to Brasil, they were interviewed by several TV channels on their arrival, and none of them spoke Portuguese. People asked me what kind of Brasilians I had sent.”

According to Mildred Dalida, who works at the Venezuelan embassy, 6000 Venezuelan are registered with their embassy, but she thinks there must be more in the country, since not everybody registers. Venezuela, like Brazil, has a large Lebanese community. Venezuelans organize cultural events, but in an informal way and without a permanent cultural centre. Dalida estimates that around 80 percent of the “original” Latin Americans living in Lebanon are women who, like herself, married Lebanese men.
Noemi and George tried to start a life in Argentina in 2000. But there was no work at all and a year later the Argentinian economy crashed. So they returned to Lebanon, where George has, despite the political instability, always had a job in his profession, as an electrician. Since, he doesn’t want to know about living in his wife’s home country anymore. She, however, misses her family and friends sometimes. She thinks the Argentinians are less formal. It is easier to just to pass by someone’s house to have a mate tea or to prepare an asado spontaneously. But she likes the fact that her children are learning three languages at school, in addition to the one they speak at home. She consideres this is to be a level of education she could not offer them in Argentina. Maybe her grandchildren will, as Noemi did, one day look for their origins in the country of their grandmother – and who knows whom they will fall in love with. Aline-Sophia Hirseland

Les barbares de Beyrouth

Oktober 9th, 2008

Nous sommes des barbares – tu veux des exemples? A Beyrouth tu t’arrêtes au feu rouge seulement si tu veux (c’est démocratique) ou si c’est un feu où il serait très dangereux de ne pas s’arrêter ou s’il y a un policier qui se tient au feu, “Traffic in Lebanon is banana” comme disait l’un de mes amis canadiens. C’est la jungle pour conduire, il faut s’imposer, être macho, nous conduisons à l’instinct, das Motto ist “advienne que pourra” (arrivera ce qui arrivera), nous ne respectons pas la signalétique ni le code de la route, sauf s’il y a un vrai danger de se faire arrêter par un policier ou de se voir une contravention collée au pare-brise, mais là encore le risque est minime. La première vertu du Libanais est qu’il est “débrouillard” qu’il sait “tricher avec finesse”, nous sommes tous des Arsène Lupin, des gentlmen cambrioleurs, no wonder si notre pays est un foutoir. Remarque: des pays arabes je ne connais heureusement que deux, la Syrie et la Jordanie, et je peux te dire qu’à Amman ou à Damas la conduite sur la route est mieux organisée, certainement parce que la peur de la punition des forces de l’ordre est bien plus présente. Remarque bis: nous ne posons pas la question Vorname Nachname systématiquement, mais c’est quelquechose qui arrive, et je crois que c’est limité au Liban de vouloir savoir si la personne est chrétienne (quelle communauté chrétienne) ou musulmane (chiite, sunnite ou autre) ou druze, c’est quelquechose qui est relatif à l’histoire de notre pays (une fédération ratée de communautés religieuses opprimées en Orient qui se sont réfugiées dans la Montagne = le Liban).

Un chauffeur de taxi à Beyrouth will try to charge you more si tu es étrangère et de te séduire parce que t’es une belle étrangère, il n’y a pas de taximètre chez nous, ça c’est important à savoir. Le plus important est que c’est le taxi qui t’appelle à Beyrouth c’est pas toi qui appelle le taxi. Si tu te promènes à Beyrouth, tous les dix mètres, il y a un taxi-service (le taxi-service c’est souvent une vieille Mercedes, les Libanais adorent les voitures allemandes, le Liban est un musée de Mercedes et de BMW, nouvelles et anciennes, maintenant il y a aussi beaucoup de Audi, la voiture allemande, surtout les Mercedes et les BMW, sont les préférées des Libanais, la Audi c’est la classe totale), bref, le taxi-service il emporte cinq personnes à bord qui vont vers la même destination dans Beyrouth, pour 2000 livres libanaises (un euro), il y en un qui va donc forcément klaxonner tous les cent mètres sur ton chemin pour te demander “où tu vas?”) qui va klaxonner ou te faire un geste de la main pour te demander ta destination. Nous nous exprimons beaucoup avec les gestes, cela est valable même pour la conduite, tu laisses un bras pendre par la vitre and you wave and that means you will turn in that direction même si le clignotant de ta voiture fonctionne bien. Les hommes se font la bise ce qui n’est pas très européen (cela est valable pour d’autres pays arabes), cela fait partie de notre comportement chaleureux vis-à-vis des gens et c’est de la virilité théâtrale. L’homme libanais, il y a de très beaux hommes au Liban, c’est la Méditerranée et puis la moitié de notre population est émigrée, alors il y a pas mal de métissage, et puis all different invaders once invaded us, we were screwed by all sort of different populations (almost), alors il y a une variety, (tu vois comme on parle, un peu d’Anglais, un peu de Français, de l’Italien s’il en faut). L’homme libanais donc a tendance à croire que les femmes n’attendent que lui, macho puissant, BMW, gominé, bien habillé, cigarette ou cigare au bec. Ce que je te raconte a quelque part un aspect stéréotypes, mais il y a une grande part de vérité, J’aurais aimé t’en dire davantage mais il faut que je travaille. Jad Semaan